Häufig gestellte Fragen zum Geburtsplan

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Geburtsplan: Was ist das, wann erstelle ich ihn, was gehört hinein? Plus Fragen zu Mein Geburtsplan und Mae.

Was ist ein Geburtsplan?

Antwort:Ein Geburtsplan ist ein Dokument, in dem du festhältst, wie du dir deine Geburt vorstellst. Du beschreibst deine Wünsche zu Themen wie Geburtsort, Schmerzlinderung, Begleitpersonen und was dir in den ersten Stunden nach der Geburt wichtig ist. Ein Geburtsplan ist kein Vertrag — während der Geburt kann sich immer etwas ändern. Aber er hilft deinem Geburtsteam (Hebamme, Gynäkologin, Kreißsaal-Team) zu wissen, was dir wichtig ist, damit sie darauf Rücksicht nehmen können.

Wann sollte ich meinen Geburtsplan erstellen?

Antwort:Die meisten Frauen erstellen ihren Geburtsplan zwischen der 28. und 34. Schwangerschaftswoche. Früh genug, um alles in Ruhe zu durchdenken, und spät genug, um den Verlauf der Schwangerschaft einschätzen zu können. Den Geburtsplan besprichst du dann idealerweise um die 34.–36. Woche mit deiner Hebamme oder bei der Kreißsaalvorstellung im Krankenhaus. So bleibt noch Zeit für Fragen und Anpassungen.

Warum sollte ich einen Geburtsplan erstellen?

Antwort:Ein Geburtsplan hilft dir auf mehreren Ebenen: - Du setzt dich bewusst mit deinen Wünschen auseinander und gewinnst Sicherheit - Deine Hebamme und dein Partner wissen, was dir wichtig ist - Du kannst deine Wünsche klar kommunizieren — auch wenn es während der Geburt stressig wird - Das Geburtsteam kann besser auf dich eingehen - Du fühlst dich vorbereitet und selbstbestimmt Laut den AWMF-Leitlinien zur vaginalen Geburt am Termin wird die aktive Beteiligung der Gebärenden an Entscheidungen ausdrücklich empfohlen.

Ist ein Geburtsplan rechtlich bindend?

Antwort:Nein, ein Geburtsplan ist rechtlich nicht bindend. Er ist eine Wunschliste, kein Vertrag. Das medizinische Team wird deine Wünsche so weit wie möglich berücksichtigen. In Notfällen oder bei medizinischer Notwendigkeit kann jedoch von deinem Plan abgewichen werden — die Sicherheit von dir und deinem Baby hat immer Vorrang. Trotzdem ist ein Geburtsplan wertvoll: Er zeigt deinem Geburtsteam, was dir wichtig ist, und ist die Grundlage für eine gemeinsame Entscheidungsfindung.

Was gehört in einen Geburtsplan?

Antwort:Die häufigsten Themen in einem Geburtsplan sind: - Geburtsort: Krankenhaus, Geburtshaus oder zu Hause - Schmerzlinderung: natürliche Methoden, Lachgas, PDA (Periduralanästhesie) - Begleitpersonen: Wer soll bei der Geburt dabei sein? - Atmosphäre: Licht, Musik, Bewegungsfreiheit - Die erste Stunde nach der Geburt: Haut-auf-Haut-Kontakt, erstes Stillen, Abnabeln - Für den Fall, dass es anders kommt: Wünsche bei Kaiserschnitt oder Komplikationen Du musst nicht alles ausfüllen — nur die Themen, die dir wichtig sind.

Brauche ich beim zweiten Kind einen neuen Geburtsplan?

Antwort:Ja, ein neuer Geburtsplan ist sinnvoll. Jede Schwangerschaft und jede Geburt ist anders. Deine Erfahrungen von der ersten Geburt — positive wie schwierige — fließen in den neuen Plan ein. Vielleicht möchtest du diesmal etwas anderes bei der Schmerzlinderung, am Geburtsort oder bei der Begleitung. Außerdem sind die Verlegungsraten bei einer Zweitgeburt deutlich niedriger (ca. 20–32% bei Hausgeburten vs. 55–68% bei Erstgebärenden), sodass sich neue Optionen ergeben können.

Was wenn mein Geburtsplan nicht eingehalten werden kann?

Antwort:Das kommt vor, und das ist in Ordnung. Ein Geburtsplan ist kein Drehbuch — er ist eine Orientierung. Dein Geburtsteam nutzt den Plan, um deine Wünsche zu kennen. Wenn sich die Situation ändert, wird die Vorgehensweise angepasst — idealerweise gemeinsam mit dir. Das Wichtigste ist, dass du und dein Baby sicher seid. Ein guter Geburtsplan berücksichtigt das: Deshalb ist es klug, auch über Plan B nachzudenken — zum Beispiel deine Wünsche für den Fall eines Kaiserschnitts.

Welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung gibt es bei der Geburt?

Antwort:In Deutschland stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: Natürliche Methoden — Bewegung, warmes Wasser, Massage, Atemtechniken, Akupunktur, TENS-Gerät. An jedem Geburtsort verfügbar. Lachgas (Distickstoffmonoxid) — selbst steuerbar, wirkt schnell und ist nach dem Absetzen schnell wieder abgebaut. Nicht überall verfügbar — vorher in der Klinik oder im Geburtshaus nachfragen. Remifentanil — kurz wirksames Schmerzmittel über eine Pumpe, wirkt innerhalb von Minuten. Nur im Krankenhaus unter kontinuierlicher Überwachung möglich. PDA (Periduralanästhesie) — die wirksamste Schmerzlinderung, wirkt nach ca. 15–20 Minuten. Nur im Krankenhaus durch einen Anästhesisten möglich. Laut der AWMF-Leitlinie zur geburtshilflichen Analgesie ist die PDA der Goldstandard bei starken Geburtsschmerzen. Welche Methode am besten zu dir passt, hängt von deiner Situation, deinen Vorlieben und deinem Geburtsort ab.

Was ist eine PDA und welche Risiken hat sie?

Antwort:Eine PDA (Periduralanästhesie) ist die wirksamste medikamentöse Schmerzlinderung bei der Geburt. Dabei wird ein dünner Katheter in den Rücken (Epiduralraum) eingeführt, über den ein Betäubungsmittel gegeben wird. Vorteile: Sehr wirksame Schmerzlinderung, du bleibst wach und kannst die Geburt bewusst erleben. Mögliche Einschränkungen laut AWMF-Leitlinie: - Eingeschränkte Beweglichkeit — freies Umhergehen ist meist nicht mehr möglich - Kontinuierliches CTG (Herztonüberwachung) wird notwendig - Wassergeburt oder Gebärwanne ist mit PDA nicht möglich - In seltenen Fällen: Kopfschmerzen nach der Punktion, Blutdruckabfall Eine PDA ist nur im Krankenhaus verfügbar — bei einer Hausgeburt oder im Geburtshaus ist diese Option nicht möglich.

Kann ich eine PDA bei einer Hausgeburt bekommen?

Antwort:Nein. Eine PDA kann nur im Krankenhaus von einem Anästhesisten gelegt werden. Wenn du zu Hause entbindest und während der Geburt doch eine PDA möchtest, wirst du ins Krankenhaus verlegt. Bei Erstgebärenden geschieht das in etwa 20–40% der Fälle — meist wegen des Wunsches nach zusätzlicher Schmerzlinderung oder einem langsameren Geburtsverlauf. Das ist normal und kein Grund, nicht zu Hause zu beginnen. Möchtest du sichergehen, dass eine PDA jederzeit möglich ist? Dann ist eine Geburt im Krankenhaus die bessere Wahl.

Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt — was ist das Richtige für mich?

Antwort:In Deutschland gibt es drei Hauptoptionen für den Geburtsort, die alle bei einer gesunden Schwangerschaft sicher sind: Krankenhaus — Die häufigste Wahl. Alle medizinischen Möglichkeiten (PDA, Kaiserschnitt) sind sofort verfügbar. Es gibt oft einen Hebammenkreißsaal, der eine natürlichere Atmosphäre bietet. Geburtshaus — Eine Einrichtung, die von Hebammen geleitet wird. Natürliche, wohnliche Atmosphäre ohne die Hektik einer Klinik. Medikamentöse Schmerzlinderung ist begrenzt verfügbar. Hausgeburt — Du entbindest in deiner vertrauten Umgebung, begleitet von deiner Hebamme. Voraussetzung ist eine komplikationslose Schwangerschaft. Laut der AWMF-S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt am Termin ist eine Hausgeburt bei gesunder Schwangerschaft eine sichere Option. Die richtige Wahl hängt von deiner Schwangerschaft, deinen Wünschen und deinem Sicherheitsgefühl ab. Besprich das am besten mit deiner Hebamme.

Was ist ein Hebammenkreißsaal?

Antwort:Ein Hebammenkreißsaal ist ein Bereich innerhalb eines Krankenhauses, der von Hebammen geleitet wird. Die Geburt findet dort unter der alleinigen Verantwortung der Hebamme statt — ein Arzt wird nur bei Komplikationen hinzugezogen. Der Vorteil: Du hast die wohnliche, ruhige Atmosphäre eines Geburtshauses, bist aber im Krankenhaus — falls doch medizinische Hilfe nötig ist, sind die Wege kurz. Voraussetzung ist in der Regel eine komplikationslose Schwangerschaft. Nicht jedes Krankenhaus hat einen Hebammenkreißsaal — erkundige dich bei der Kreißsaalvorstellung.

Welche Voraussetzungen gibt es für eine Hausgeburt?

Antwort:Für eine Hausgeburt sollten in der Regel folgende Voraussetzungen erfüllt sein: - Eine komplikationslose Schwangerschaft (keine Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Plazenta praevia) - Eine Einlingsschwangerschaft (bei Zwillingen wird die Hausgeburt meist nicht empfohlen) - Das Baby liegt in Schädellage (Kopf nach unten) - Die Geburt findet um den errechneten Termin statt (nicht zu früh, nicht zu spät) - Eine Hebamme, die Hausgeburten betreut, ist verfügbar Bei Erstgebärenden liegt die Verlegungsrate ins Krankenhaus bei ca. 20–40%, bei Zweit- oder Mehrgebärenden bei ca. 20–32%. Die häufigsten Gründe sind der Wunsch nach zusätzlicher Schmerzlinderung oder ein langsamerer Geburtsverlauf.

Was passiert in der ersten Stunde nach der Geburt (Bonding)?

Antwort:Die erste Stunde nach der Geburt — auch „Goldene Stunde" genannt — ist eine besondere Zeit für dich und dein Baby. Typische Wünsche für den Geburtsplan sind: Haut-auf-Haut-Kontakt — Dein Baby wird direkt auf deine nackte Brust gelegt. Das fördert die Bindung, reguliert die Körpertemperatur und den Herzschlag des Babys. Erstes Stillen — Viele Babys suchen in der ersten Stunde intuitiv die Brust. Frühes Anlegen unterstützt den Stillstart. Auspulsieren der Nabelschnur — Laut AWMF-Leitlinien wird empfohlen, die Nabelschnur mindestens eine Minute auspulsieren zu lassen. Dadurch erhält das Baby zusätzliches Blut und Eisen. Alle Routineuntersuchungen (wiegen, messen) können in der Regel warten, bis das Bonding abgeschlossen ist.

Soll ich das Auspulsieren der Nabelschnur in meinen Geburtsplan aufnehmen?

Antwort:Ja, das ist ein häufiger und wichtiger Punkt im Geburtsplan. Das Auspulsieren (auch „verzögertes Abnabeln" oder „delayed cord clamping" genannt) bedeutet, dass die Nabelschnur erst abgeklemmt wird, wenn sie aufgehört hat zu pulsieren — in der Regel nach 1–3 Minuten. Die AWMF-Leitlinien empfehlen ein verzögertes Abnabeln, da es dem Baby zusätzliches Blut und Eisen zuführt. In den meisten Krankenhäusern und Geburtshäusern wird dies bereits standardmäßig praktiziert. Wichtig: Wenn du eine Nabelschnurblutspende planst, ist das Auspulsieren nicht möglich — bei der Spende muss die Nabelschnur schnell abgeklemmt werden.

Wie funktioniert Mein Geburtsplan?

Antwort:Du wählst zunächst die Themen aus, die du besprechen möchtest — zum Beispiel Schmerzlinderung, Geburtsort oder Begleitpersonen. Danach stellt Mae dir Fragen zu jedem Thema. Du antwortest in deinen eigenen Worten, so ausführlich oder kurz wie du möchtest. Mae fragt bei Bedarf nach und achtet darauf, dass deine Wünsche zu deiner Situation passen. Am Ende bekommst du ein vollständiges Dokument mit all deinen Wünschen. Du wählst selbst das Design und kannst es ausdrucken oder digital teilen — zum Beispiel mit deiner Hebamme, deinem Partner oder dem Krankenhaus.

Wer oder was ist Mae?

Antwort:Mae ist deine digitale Begleiterin für den Geburtsplan. Sie stellt dir die richtigen Fragen und sammelt deine Antworten. Die Fragen basieren auf den offiziellen AWMF-Leitlinien — denselben Leitlinien, die auch deine Hebamme und Gynäkologin verwenden. Mae gibt keinen medizinischen Rat und bewertet deine Entscheidungen nicht. Sie hilft dir, deine Wünsche klar zu formulieren und unterstützt dich dabei, gut vorbereitet in das Gespräch mit deiner Hebamme zu gehen.

Gibt Mae medizinischen Rat?

Antwort:Nein. Mae gibt Informationen, keinen medizinischen Rat. Die Informationen und Fragen basieren auf den AWMF-Leitlinien der deutschen medizinischen Fachgesellschaften (DGGG, DGPM u.a.). Für medizinische Entscheidungen solltest du immer deine Hebamme oder Gynäkologin konsultieren. Mae hilft dir, dieses Gespräch gut vorbereitet zu führen — sie ersetzt es nicht.

Wie lange dauert es, einen Geburtsplan mit Mae zu erstellen?

Antwort:Das bestimmst du selbst. Manche erstellen ihren Geburtsplan in einer Sitzung von 30–45 Minuten. Andere nehmen sich mehrere Tage und kommen immer wieder zurück, um weiterzumachen. Du kannst das Gespräch jederzeit unterbrechen und später fortsetzen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst — es gibt keine Eile.

Was kostet Mein Geburtsplan?

Antwort:Einmalig 9,99 €. Damit erhältst du unbegrenzten Zugang zum Gespräch, kannst deinen Plan so oft anpassen wie du möchtest und lädst ihn im Design deiner Wahl herunter. Kein Abonnement, keine versteckten Kosten.

Ist es ein Abonnement?

Antwort:Nein, auf keinen Fall. Du zahlst einmalig 9,99 € und das war's. Keine monatlichen Kosten, keine automatischen Verlängerungen, keine versteckten Gebühren. Eine Zahlung, unbegrenzter Zugang bis nach deiner Geburt.

Ist die Bezahlung sicher?

Antwort:Ja. Wir verwenden Stripe, eines der weltweit vertrauenswürdigsten Zahlungssysteme. Deine Bankdaten werden verschlüsselt und sicher verarbeitet. Wir sehen deine Kreditkarten- oder Kontodaten zu keinem Zeitpunkt. Alle Transaktionen sind nach den höchsten Sicherheitsstandards geschützt.

Sind meine Daten sicher?

Antwort:Ja. Alles, was du teilst, ist geschützt. Nur du hast Zugang zu deinem Gespräch und deinem Plan. Deine Daten werden nach deinem errechneten Geburtstermin automatisch gelöscht. Wir verkaufen nichts, teilen nichts und lesen nicht mit. Unsere Datenverarbeitung entspricht der DSGVO.

Kann ich meinen Plan später noch anpassen?

Antwort:Ja, so oft du möchtest. Du kannst jederzeit zum Gespräch zurückkehren, Antworten ändern, Themen hinzufügen oder entfernen. Auch das Design deines Plans kannst du anpassen — Farben, Schriftart, Stil. Bis du zufrieden bist.

Kann ich meinen Geburtsplan teilen oder ausdrucken?

Antwort:Ja. Du kannst deinen Geburtsplan als PDF herunterladen und mit wem du möchtest teilen: deiner Hebamme, deinem Partner, dem Krankenhaus oder der Krankenkasse. Du kannst ihn ausdrucken oder digital per E-Mail oder Link teilen. Es ist dein Plan — du entscheidest, wer ihn sieht.

Funktioniert es auf meinem Handy?

Antwort:Ja. Mein Geburtsplan funktioniert auf Desktop, Tablet und Smartphone. Die Oberfläche passt sich deinem Bildschirm an.

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